Freitag, 24. Mai 2013

Eine Reise ins Elsass

Die vergangenen zwei Wochen habe ich bei meiner Austauschschülerin und Freundin Alice im Elsass verbracht. Eine etwas andere Reise als die bisherigen in der Zuckerbäckerei! Kein wirklicher Städtetrip (ein Nachmittag Strasbourg zählt nicht, oder?), kein morgentliches Ausschlafen, mal abgesehen vom Wochenende, sondern: Schule.
Und die dauert in Frankreich gelegentlich schon ziemlich lange, bis 17.30 Uhr! Dafür gibt es aber satte eineinhalb Stunden Mittagspause. Wo ich auch schon bei meinem Lieblingsthema wäre: Essen!
Wie nicht anders zu erwarten, schmeckt Frankreich wunderbar. Brioche mit Butter zum Frühstück, mittags grundsätzlich Entrée, Plat, Käse oder Joghurt, und natürlich Dessert (sogar in der Schulkantine). Und zum Abendessen dann wieder drei Gänge.
Alles was ich hier esse, sogar das Sandwich am Kiosk und die Pommes im Bistro, schmeckt einfach richtig lecker. Das einzige Problem bei der ganzen Sache ist nur, dass die Franzosen nur dreimal täglich und kein bisschen öfter essen. Nachdem ich aber, genau wie Julia Child in Frankreich, auf die Frage was ich besonders gerne mag und auch gut kann, "Essen!" antworten würde, ist das eindeutig zu wenig.
So stürze ich mich zwischendurch auf Madeleines, pappsüße Pains au Chocolat oder mein so liebgewonnenes Brioche. Und noch etwas (zumindest in meinen Augen) typisch französisches durfte nicht fehlen: Crêpes. Diese sowohl süß als salzig mit Maronencreme oder Käse und Schinken...
Selbstverständlich habe ich auch noch ein paar andere Dinge getan außer Essen und zur Schule gehen. Ich war zum "Sightseeing" in Sélestat, Colmar und Strasbourg - die Altstädte gleichen sich ziemlich mit ihren mittelalterlichen Fachwerkhäusern und engen Gassen.
In Colmar habe ich in einer Handwerksausstellung diese wunderbaren Pain d'Épices entdeckt - so fein verziert, wie geklöppelte Spitze!
In Sélestat war ich in der Pâtisserie Kamm. Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich die ganze Auslage probiert! Und die Macarons erst! Mir fällt auf, schon wieder rede ich von Essen...
 
Außerdem sind wir ein bisschen Rad gefahren. Ich war selbst überrascht, dass ich, größter Sportmuffel der Welt, es zumindest ein Stück bergauf zur Kirche in Scherwiller geschafft habe. Dafür hatte ich dann aber auch die (leider verregnete) Rundumsicht auf das Elsass mit seinen Weinfeldern.
Es freut mich wirklich sehr, dass ich die Möglichkeit hatte, zwei Wochen im Elsass zu verbringen - hiermit nochmals danke an meine liebe Gastfamilie! Mit so viel gutem Essen bleiben mir meine gewonnenen Französischkenntnisse bestimmt viel besser im Gedächtnis...

Sonntag, 19. Mai 2013

Zuckersüß 67

 
Zum heutigen World Baking Day gibts hier in der Zuckerbäckerei zwar leider keines der 100 Bake-Brave-Rezepte, dafür eine alte Bekannte: Schoko-Milchcreme-Tarte, erstmals hier aufgetaucht im November 2011.
Bevor ihr euch jetzt aber ins Backvergnügen stürzt - ich hätte noch 10 interessante Links für euch, meine liebsten Leser!

1. Der leiseste Raum der Welt - ist bestimmt gruselig da!
2. Noch gruseliger: Porträts aus gefundener DNA.
3. In dieser Woche habe ich zum erstenmal in meinem Leben eine Avocado probiert. Dieses Eis kann ich mir jetzt viel besser vorstellen...
4. Der Atlas der Vorurteile erinnert mich ein bisschen an Worldmapper, nur lustiger.
5. Nach Guerilla-Knitting eine neue Form der Streetart: Moss Graffiti.
6. Uiii... Glitzerndes Goldicing!
7. Haferflockenkekse sind einfach toll (hier und hier in der Zuckerbäckerei).
8. Healthy Chocolate Fugde Sauce... mit Datteln?
9. Habe ich schonmal erwähnt, wie gern ich 70er-Soul höre? Kriss Kremigs Mix Summertime gefällt mir besonders.
10. Ich freue mich schon auf die Schwammerl(= Pilz)saison: Wild Mushroom Papardelle.

Auf dem Foto: Schoko-Milchcreme-Tarte.

Vor drei Jahren: Schoko-Mohn-Kuchen
Vor zwei Jahren: Shortbread
Letztes Jahr: Rhabarbertarte mit Vanillecreme

Dienstag, 14. Mai 2013

Haferplätzchen in mexikanischer Schokolade

Montagabend, 20.30 Uhr. Ich will was Süßes!
Leider nichts gebackenes im Ofen, also schnell gedanklich den Backvorrat abchecken und dann: Rezeptsuche. In diesem Teil des Backens verliere ich mich gelegentlich schon für zwei Stunden, doch das kommt jetzt eindeutig nicht in Frage. Also schnell das Blogarchiv durchforstet und dann sogar rasant schnell fündig geworden. Und zwar bei Haferplätzchen vom 29. November 2009, ein richtiges Erstlingswerk also! Die Zuckerbäckerei bestand zu diesem Zeitpunkt erst ein Monat, höchste Zeit also, ein Remake der Plätzchen von damals zu veranstalten. Außerdem in der engeren Auswahl fürs Montagabendgebäck ist das Schokoladenkaramell vom letztjährigen Adventskalender - daraus wird kurzerhand ein Schokoguss. Dank Chili und Zimt ganz mexikanisch.
Montagabend, 21.15 Uhr. Ich hab was Süßes!

Sonntag, 12. Mai 2013

Zuckersüß 66

Meine liebsten Leser, ich wünsche euch einen wunderbaren Muttertag! Selbst für nicht-Mütter ist dieser Maisonntag meistens ziemlich nett, es gibt schöne Blumen, gutes Essen und Geschenke, bei deren Auspacken man immerhin zuschauen kann. Und nicht zu vergessen: es gibt noch dazu tolle Torten und Kuchen! Für die diesjährige Umsetzung ein bisschen spät, aber hier sind meine (Muttertags-)Lieblinge der Woche:

1. Genähte Muttertagsgirlanden.
2. Das hier ist eine super Dekoidee für teetrinkende Mütter.
3. Ein Herz an der Wand.
4. Wunderschöne Kuchen gesammelt von Oh Joy!
5. Über die Selbstdarstellerei auf Profilbildern - lustig zu lesen!
6. Pop Music Wisdom.
7. Ein Jahr auf das Internet verzichten? Für mich wäre das ganz und gar unmöglich
8. Beeindruckende Food-Fotografie von Kramp+Gölling.
9. Snoop Dogg auf dem Reggae-Trip ist gar nicht mal schlecht: Lighters Up.
10. Kopfsalat zur Abwechslung mal in Soße - eindeutig ein Kandidat fürs nächste Montagsmittagessen.

Auf dem Foto: Ein zuckersüßes Geschäft in Frankreich.

Vor drei Jahren: Mini-Biskuit-Kirsch-Rouladen
Vor zwei Jahren: Rhabarber-Kuchen
Letztes Jahr: Rhabarber-Galettes

Mittwoch, 8. Mai 2013

Erdbeer-Vanille-Éclairs

Éclairs sind einige der wenigen Sachen, die ich nur zu besonderen Anlässen aka schulfreien/freizeitvollen Tagen backe. Doch Brandteig ist auch nicht soo schwer zu machen. Glaube ich jedenfalls. Nach gut dreieinhalb Jahren Zuckerbäckerei und mindestens fünf mit dem Lieblingshobby Backen fällt es mir schon ein bisschen schwer, zu entscheiden, wie anspruchsvoll ein Rezept jetzt für eine(n) weniger Backverrückte(n) erscheint. Naja, was Éclairs wirklich zu einem "Feiertagsrezept" macht, ist nicht der Schwierigkeitsgrad und Aufwand, sondern die Sahnefüllung. Diese macht das Gebäck nämlich kaum transportabel (in der Pausenbox in die Schule mitnehmen würde nicht gut enden) und am besten sollten es noch am Tag der Herstellung serviert werden.
Zum Muttertag wären Erdbeer-Vanille-Éclairs aber perfekt, meint ihr nicht?